HHC

HHC: Alles Wissenswerte über dieses neue Cannabinoid

Ein neues Cannabinoid wirbelt gerade die CBD Branche auf: das HHC. Sowohl Forscher als auch Hersteller konzentrieren sich vermehrt auf diesen in Cannabis Sativa enthaltenen Wirkstoff und einige schwärmen bereits von seinen wohltuenden Eigenschaften.

In dieser mitunter euphorischen Atmosphäre hat die Europäische Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht (EBDD) einen Bericht veröffentlicht, in dem sie einen Überblick über das HHC gibt und auf die Risiken, die mit diesem neuen und noch unregulierten Markt verbunden sind, hinweist.

In diesem Beitrag haben wir versucht, den bisherigen Wissenstand zusammenzufassen und sind dabei auf folgende Fragen eingegangen:

• Was ist HHC?
• Wie sicher ist HHC?
• Wie wirkt HHC?
• Was ist der Unterschied zwischen HHC und THC?
• Ist HHC legal in Deutschland?
• Wie wird HHC eingenommen
• Wird HHC im Drogentest angezeigt?

Was ist HHC?

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1. Das Hexahydrocannabinol (HHC) wurde 1940 vom amerikanischen Chemiker Roger Adams entdeckt. Er hat es jedoch nicht aus der Hanfpflanze extrahiert, sondern durch die Kombination von Delta-THC und Wasserstoff synthetisiert.

2. HHC ist ein synthetisches bzw. semi-synthetisches Cannabinoid. Die Hanfpflanze produziert es in äußerst geringen Mengen und man kann es aus den Samen und dem Pollen extrahieren. Da dieser Prozess jedoch komplex ist und sich nicht rechnet, neigt man dazu, es im Labor herzustellen.

3. Obwohl es vor mehr als 80 Jahren entdeckt wurde, ist die Wirkung von HHC auf Menschen kaum erforscht.

4. Die chemische Struktur des HHCs weist eine große Ähnlichkeit mit der von THC auf: dem berauschenden Cannabinoid, der als psychoaktive Substanz eingestuft wird.

5. HHC wird als legale Alternative zu THC vermarktet.

6. Es herrscht noch große Unklarheit, was sowohl die kurz- als auch die langfristigen Folgen des Konsums von HHC anbelangt.

Wie sicher ist HHC?

Die Anzahl der Studien über HHC ist zurzeit noch überschaubar. Erste Ergebnisse raten jedoch zur Vorsicht.

Diese Studie hat beispielsweise die Effekte von verschiedenen HHC-ähnlichen synthetischen Cannabinoiden auf Tiere erforscht. Man hat zwar festgestellt, dass einige schmerzlindernde Wirkung entfalten konnten. Andere haben hingegen zum Entstehen von Depression geführt.

In einem auf Cannabis and Cannabinoid Research veröffentlichten Artikel haben Forscher sich besorgt darüber gezeigt, dass HHC trotz mangelnder wissenschaftlicher Belege über dessen Effekte, Nebenwirkungen und Sicherheit wachsende Verbreitung findet.

Dies ist, so liest man, auf Lücken in der Gesetzgebung der jeweiligen Länder zurückzuführen. Den Autoren und Autorinnen zufolge sollte man neue Cannabinoide den gleichen Tests wie z. B. THC, CBD und CBG unterziehen. Erst danach sollte man mit einer eventuellen Vermarktung beginnen. Auf diese Weise würde man gesundheitliche Risiken ausschließen können, auch bezüglich einer möglichen Suchtgefahr.

Wie wirkt HHC?

In Europa sind HHC Produkte seit Mai 2022 erhältlich und immer neue kommen hinzu wie z. B. HHC-O oder HHC-P.

Wie bereits erläutert, deutet eine Handvoll Studien darauf hin, dass THC und HHC eine ähnliche Wirkung haben. Die Erfahrungsberichte derjenigen, die HHC eingenommen haben, gehen in dieselbe Richtung.

Demnach kann man nach dem Gebrauch von HHC mit folgenden Effekten rechnen:

  • Entspannung
  • Benommenheit
  • Herzrasen
  • Hunger
  • Schläfrigkeit
  • Heiterkeit
  • Linderung eventueller Schmerzen

Für einige scheint hier ein Traum in Erfüllung zu gehen: Genauso wie THC, nur sicher und legal. Und genau darauf setzt man bei der Vermarktung von HHC.

Dabei sollte man jedoch beachten, dass nur die allerwenigsten HHC Produkte gemäß Leitlinien zur Qualitätssicherung wie GACP, GMP, HACCP hergestellt werden. Diese sind jedoch besonders wichtig bei Produkten, die letztendlich eingenommen werden, da sie Qualität und Transparenz im Laufe des gesamten Produktionsprozesses sichern.

Hinzu kommt, dass die Forschung bei synthetisch hergestellten Cannabinoiden, insbesondere was die Langzeitfolgen anbelangt, noch nicht einmal in den Kinderschuhen steckt und deren Vertrieb noch weitestgehend unreguliert ist.

Dies wird jedoch häufig verschwiegen.

Was ist der Unterschied zwischen HHC und THC?

Genau wie THC, CBD und viele andere Cannabinoide scheint auch das HHC in Wechselwirkung mit dem körpereigenen Endocannabinoid-System zu treten.

Obwohl seine chemische Struktur, die des THCs ähnlich ist, bestehen gewisse Unterschiede bezüglich der Eigenschaften dieser zwei Cannabinoide:

  • Während es viele Hanfsorten gibt, die einen sehr hohen THC Gehalt aufweisen, kommt HHC in Natur in sehr geringen Mengen vor. Demnach entscheiden sich Hersteller grundsätzlich für eine synthetische Herstellung mittels Hydrierung. Auf struktureller Ebenen verfügt das HHC also über hydrierte Kohlenstoffatome und ein Estermolekül, die dem THC fehlen.
  • HHC scheint eine stabilere Struktur als THC zu besitzen. Demzufolge würde es sich langsamer abbauen und äußeren Einflüssen besser standhalten. Sowohl Hersteller als auch Verkäufer könnten davon profitieren, da dies die Lagerung erleichtern und die Haltbarkeit verlängern würde.
  • Sowohl der Verkauf als auch der Konsum von THC sind in vielen Ländern verboten. Bei HHC fehlt es hingegen an Gesetzen, die Vermarktung und Verbrauch regeln. Dies könnte sowohl ein Hindernis für Hersteller als auch ein Risiko für Konsumenten darstellen.

Einige Hersteller vermarkten HHC als sicher und gut verträglich. Doch während es bei THC zahlreiche Studien über Risiken (und positive Effekte) gibt, herrscht im Fall von HHC noch große Unklarheit.

Ist HHC legal in Deutschland?

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Da dieses Cannabinoid genau wie THC eine psychoaktive Wirkung hat, würde es folgerichtig erscheinen, es zu verbieten. Dies ist jedoch nicht der Fall. Auch kann man nicht mit absoluter Gewissheit behaupten, es wäre legal. Wir befinden uns hier in einer rechtlichen Grauzone.

Dem Neue-psychoaktive-Stoffe-Gesetz (NpSG) zufolge sind synthetisch hergestellte Cannabinoide zwar verboten. Doch handelt es sich bei HHC um ein Cannabinoid, das auch in der Hanfpflanze vorkommt. Viele Hersteller argumentieren deshalb, dass HHC als natürliches Cannabinoid zu betrachten ist. Hinzu kommt, dass HHC gesetzlich nicht als Betäubungsmittel eingestuft wird.

Noch kann man also davon ausgehen, HHC legal erwerben und konsumieren zu können. Dies könnte sich jedoch bald ändern.

Wie wird HHC eingenommen?

HHC ist in vielen verschiedenen Formen erhältlich: HHC Vape, Öl, Kapseln, Hasch und Blüten. Dabei sollte man wissen, dass Blüten und Hasch in der Regel THC- oder CBD-Produkte sind, auf die man flüssiges HHC sprüht.

Wird HHC im Drogentest angezeigt?

Dies ist eine knifflige Frage. Da HHC große Ähnlichkeiten mit HHC aufweist, könnten es von einem besonders sensiblen Drogentest im Prinzip nachgewiesen werden. Andererseits sind diese Cannabinoide chemisch betrachtet sehr ähnlich, gleichen sich jedoch nicht aufs Haar. Demnach könnte das HHC sich in Metabolite umwandeln, die kein positives Testergebnis auslösen.

Ausschlaggebend sollte jedoch nicht die Frage sein, ob man bei der HHC Einnahme erwischt werden könnte. Vielmehr geht es darum zu entscheiden, ob man einen kaum erforschten Wirkstoff zu sich nehmen möchte.

Wir bei Terre di Cannabis sind an neuen Cannabinoiden und ihren potenziellen wohltuenden Eigenschaften immer interessiert. Das, was uns aber mehr als alles andere am Herzen liegt, sind das Wohlbefinden und die Sicherheit unserer Kunden und Kundinnen.

Wir werden die Entwicklungen rund um das HHC weiterhin genau verfolgen und euch auf dem Laufenden halten.

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